Polizeisportverein Union Neumünster e.V.

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Zoom

Um meine Teilnehmer während der Covid-19 Pandemie weiter zu bewegen, habe ich anfangs Videos aufgenommen, oftmals gleich zweimal das gleiche, diese dann nachbearbeitet, das heißt geschnitten und nachvertont. Diesen immensen Aufwand für jede meiner Sportgruppen habe ich bis zum Sommer 2020 aufrecht gehalten. Im Sommer dann Training in Kleingruppen auf dem Sportplatz und kurz darauf auch noch wenige Male in der gewohnten Umgebung in der Halle. Was war das schön. Bis zum zweiten Lockdown! Sollte ich mir noch einmal die Mühe der Videosportstunden machen? Sieht sich die überhaupt jemand an? Gibt es nicht schon genügend professionellere Fitness Videos in den social Media Kanälen. Oder Umsteigen auf Sport per Videokonferenzen?

Will ich das noch lernen, kann ich das und was ist mit meinen Teilnehmern? Eine kurze Abfrage per whatsapp. OK – alle Gruppen sind begeistert. Nachdem ich mich für ein Meeting-Portal entschieden habe und dies mit meinen Kindern geübt habe, geht’s los. Den Einladungslink an alle verschickt und ganz aufgeregt dem ersten Trainingstag entgegengefiebert. Vorsichtshalber habe ich erst einmal angekündigt, die erste Stunde nur dazu zu nutzen, mit der Technik vertraut zu werden. Wir hatten Teilnehmer mit allen möglichen Endgeräten. Bis wir alle endlich in dem Meetingraum anwesend waren, verging dann doch eine geraume Zeit, viele whatsapp Nachrichten und Anrufe gingen hin und her, um uns gegenseitig zu helfen– gut dass kein Training geplant war. Nach einer Stunde „Technik üben“ verabredeten wir uns für die nächste Woche zum regulären Training. Miteinander zu reden, geht über Online-Videokonferenzen sicher gut – aber über die Schwierigkeiten während des Tanztrainings habe ich mir gar keine Gedanken gemacht. Tanzen war angesagt. Ich habe meine Kamera so ausgerichtet, dass ich vollständig in meinem Wohnzimmer zu sehen war. Choreografie zeigen ist noch möglich, aber nun mit Musik – tanzen meine Teilnehmer überhaupt? Ich sehe Köpfe, halbe Oberkörper, oder ab und an mal eine Person, die an der Kamera vorbeihuscht. 16 Teilnehmer kann ich mehr oder weniger (eher weniger) auf einem kleine Ausschnitt gleichzeitig sehen, die anderen haben Pech oder Glück – wie man’s nimmt und sind nicht in meinem Blickfeld, sondern auf der „nächsten Seite“.  Manche haben die Kamera gleich ausgeschaltet, da die Internetverbindung dies nicht hergibt. Sitzen die nun auf der Couch und schauen sich das alles mit einem Gläschen Wein an? Bei einigen ist immer mit dem Smartphone in der Hand ein Lächeln zu sehen. Bei den Teilnehmern weiß ich zumindest von einer Hand, dass diese nicht das macht, was sie soll. Hoffentlich bekommen sie nach einer Stunde Handy vor dem Gesicht keinen Krampf im Arm. Und wieso sind alle nicht im Takt. Jeder tanzt nach einem anderen Takt, da die Musik per Internet nicht gleichmäßig übertragen wird. Wie soll ich da korrigierend eingreifen, wenn jeder macht, was er will. Überhaupt die Musik – Ipod an den Lautsprecher angeschlossen und schön laut Musik angemacht – stört hier zuhause ja niemanden – kommt aber sehr verzögert bei den Teilnehmern an. Also nächstes Mal Computerton mitübertragen. Schlimmer als Tanzen ist aber tatsächlich eine Fitnessgruppe anzuleiten. Alle sitzen vor dem PC, kurzer Austausch von Neuigkeiten und los geht’s. Aufstehen, Arme strecken, auf die Zehenspitzen – wer macht eigentlich mit, ich sehe nur Bäuche. Kniestand auf der Matte ist angesagt. „Habt ihr euch alle hingelegt oder seid ihr im 4-Füßler-Stand“ Ich sehe nichts – nur nett eingerichtete Wohnzimmer, aufgeräumte Küchen oder Partykeller, der vorübergehend zum Sportraum umfunktioniert wurde. Führen Sie die Übungen überhaupt richtig aus, nicht dass sie sich nachher noch schaden, oder legen sie direkt eine Pause ein. Also ich bin nach der Stunde fix und fertig – für meine Teilnehmer lege ich meine Hand dafür nicht ins Feuer. Was bin ich froh, wenn ich wieder alle komplett im Blick habe, korrigierend eingreifen kann und weiß, was sie machen.

 

Astrid Drenguis
Polizei-Sportverein Neumünster

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